ROLPH KETTER

Journal eines jungen Narren






190 Seiten - 19 EURO
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Ich kämpfe um einige Stunden Alleinsein. Hab ich kein Recht dazu, eh! Die Blätterfigur einer Frau, Franz Marcs Turm der Pferde, der Weihnachtsbaum in der Ecke, die grünen Oboentöne über den Wäldern und Seen Finnlands ödeten mich an. Da griff ich zur Jacke und ging. Die Straßen waren menschenleer. Ich ahnte die schlafenden Dramen hinter den Fensterläden. Gegen Morgen, vom Gang durch die Farben zurück, haßte ich das Geräusch der niedergedrückten Türklinke, legte mich neben Christa schlafen, sah das erste Licht auf ihren über den Stuhl geworfenen Kleidern. Diese wahnsinnigen Bilder! Diese feigen Vermutungen! Die Hände auf ihren Brüsten lächelte ich wie Buddha, ließ zu, daß sie das ganze Teater wie Freude auslegte. Ihr Körper verbot jede Ausschweifung. So dachte ich in ihren Armen an ihren Augen vorbei durch die Fensterscheiben hinaus in die Nacht an unsere Trennung, dachte daran, als sie vor Liebe ein wenig die Besinnung verlor und mir von weither etwas zurief, das ich nicht verstand.
Es war eine unruhige, verregnete Nacht, der Wind bewegte die Gardinen, vor den Fenstern lag kein Weg, der in die Wälder führt. In einem Mozartsatz, während Christa von ihrem kalten Zuhause sprach, fand ich die Ruhe wieder. Ihr Haar liebkosend, dachte ich an den Spaziergang : Bilder von Betrunkenen, Huren und Katzen; Kot, der weich und schwach rauchend über die Stufen eines Wirtshauses quoll; und ich, in die Kapsel meines Tabaks gehüllt, eine Hundeleine an jeder Hand: und hinter mir, in einiger Entfernung, die beiden Doggen.

Mein Spaziergang war heute länger als sonst. Die Straßen waren schwärzer, der Himmel über den Dächern röter. Am Ende dann wieder: die ewige Fragerei. Es ist halb vier in der Nacht, der kleine Bursche unserer Untermieter weint immer noch. Seine Eltern sitzen wohl betrunken in ihrer Stammkneipe. Er schreit lauthals nach seiner Mutter, fragt sich im Klageton, wo sie denn sei; trommelt mit beiden Händchen an die Wand seines Bettes; seine Stimme jetzt schrill und histerisch. Ich ging nach unten, stand eine Weile im Flur, öffnete und schloß die Haustür, um ihn zu beruhigen, sprach beruhigend durch die Wand auf ihn ein, hörte sein Schluchzen, stand lange da, redete, bis sein Schluchzen leiser wurde. Erinnerung an die eigene Kindheit: Damals rechnete ich in jeder Sekunde der schwarzen und schrecklichen Kriegsnächte mit dem Tod, hielt den Atem an oder versuchte, so lautlos wie möglich zu atmen, aus Angst, ich könnte die Schritte vor der Schlafzimmertür überhören. Das warme, farbige Aufatmen dann, wenn nach einer Ewigkeit an Dunkelheit der Schlüssel in der Eingangstür knirschte und die Stimmen der Eltern in meine Gespensterwelt drangen und alles glätteten und mich in den Schlaf entließen.

Tant d'amour perdu! Ich schaute ihren weißen Schuhen lange nach. Vielleicht hat jetzt alles ein Ende. Dabei tat ich weiter nichts, als sie gemein zu nennen, nachdem sie mir ins Gesicht geschleudert hatte: «Ich will deine habituée nicht sein!» Wo soll ich jetzt die Kraft hernehmen, um morgen nach München zu fahren? Ich muß stärker werden. Der Abschied wird mein Gesicht nicht verändern. Ganz am Ende der Straße blickte sie noch einmal zurück. Dann lief sie schnell weiter, ein komisches Laufen, eine Art Aufforderung, sie einzuholen. Ich werde mich weder betrinken noch werde ich traurig sein. Ist das Schmerz? Das Gold ihres Körpers: ist das jetzt vorbei? Meine Hand hat eine Stütze gefunden auf einem utopischen Roman.

Albert Camus ist am Montag bei einem Autounglück ums Leben gekommen. Von Kafka behauptete er, das Geheimnis seines Genies bestehe darin, daß man seine Texte nochmal lesen müßte. Er erkannte in Sisyphos den tragischen Menschen, dessen Tragik mit dem Zutalsteigen beginne, nicht mit dem mühevollen Aufstieg. In seinem Roman La Peste berührte mich das flüchtige Auftauchen eines alten Mannes, dessen sonderbares Spiel mit seinen Katzen auf einer knappen Seite geschildert wird. Das schreckliche Gewurschtel der Zeitungsartikel als Reaktion auf seinen Tod. Trank vier Pernods im Eckbistro der Garten- und Liberationsstraße, machte einige Notizen. Scharfe, betrunkene Buchstaben. Während der Kellner langsam das zitronengelbe Gift in mein Glas goß, ließ ich die italienische Serveuse nicht aus den Augen: hängende Brüste: im rinnenden Wasser sah ich unser Bett davonschwimmen.
Deine Liebe am Morgen.
Deine Arme um meinen Hals am Morgen.
Segelschiffe und Gärten.
Am Nachmittag zufällige Begegnung mit Christa in der Nähe des Sägewerks. Ihre Augen gerötet und leicht geschwollen. Ich verweilte einige Minuten in der Berührung ihrer Hand. Die Spannung wich erst, als sie mir von ihrem geizigen Vater erzählte. Ich berührte vollkommen ruhig ihre Brüste am Abend.

Schnee in den Straßen Münchens. Die alte Geschichte der Schnellzugräder. Das warme Glas Milch in der Bahnhofshalle. Ich liebte sie während der langen Fahrt mitten ins Herz. Ihre kindlichen Bewegungen, die Muskeln um Mund und Augen gelöst, befreit von jedem Auf-der-Hut-sein-müssen, von jeder Fragerei. Ab Ulm gehörte das überheizte Abteil uns ganz allein. Ihr Renoirkopf an meiner Schulter. «Sieh nur ,» sagte sie,
«wie gut mein Kopf da hineinpaßt.»
Später, während ich die Koffer auspackte, Gedanken an meine Mutter. Ist es nicht seltsam, daß die wärmsten Gefühle gerade dann auftauchen, wenn einem etwas Geringes, ein Päckchen Knorrsuppe, eine in Zeitungspapier eingeschlagene Tafel Schokolade, in die Hände fällt!

Gegen Ende des vergangenen Jahres verbrannte ich mein Journal. Ich weiß nicht mehr genau, was mich dazu trieb, vielleicht war es eine Fahrt nach Starnberg: Die Berge im Hintergrund rötlich und matt, fast greifbar nahe über dem See; plötzlich tauchten auf dem Uferpfad Schulkinder auf, stumm, in Zweierreihen gedrängt, schwarz bemützt und bemäntelt: ein Bild des Todes. Gewiß ließen sich auch andere Gründe für meine Zerstörungswut anführen, manchmal genügt ja eine Kleinigkeit. Jedenfalls weiß ich die Flamme, die aus dem Bakeliteimer emporzüngelte, ein blaues Reptil. Tags darauf sah ich beim Säubern des Eimers, daß nicht alle Blätter verbrannt waren:

Vor Liebe verlor sie ... (unleserlich; ich ergänze: die Besinnung.) Ich berührte die Wand und den kupfernen Lampenschirm, sammelte in den Handflächen etwas Kühle für ihren heißen Kopf. In einer Vision sah ich ihr Gesicht im Tod: blau durchblutete Wangen; die langen Augen versunken; das Jochbein weich umflossen von Resten weißblonden Haars. Erst als die Schritte meiner neugierigen Zimmerwirtin auf dem Gang knarrten, wachte sie auf und sah mich erstaunt an, als wisse sie nicht, wo sie soeben gewesen war.

Sie treibt dahin wie ein herrenloses Schiff. Am Nachmittag stellte sie eine Kleiderpuppe gegen die Bettwand ; sagte, die Decke falle ihr auf den Kopf. Ein gemeinsamer Spaziergang erschien ihr zwecklos; eine Tramfahrt ebenfalls. Die Haare im Gesicht, die Fäuste vor die Stirn geballt, lag sie auf dem Bett, eine Büßerin. Erst gegen Abend erwachte sie wieder zum Leben, ihr Atem ging schneller, ihre Hände öffneten sich. Ein Duft nach süßem Tabak und Fichtennadeln lag in der Luft.

Die Worte kommen mir leichter als Müdigkeit. Deshalb bin ich wachsam, schreibe nur im Zustand farbiger Erregung. Am meisten quält mich, daß ich jetzt öfters an meine Wirtin auf die Art Raskolnikows denke. Ich gehe dem Gedanken der Tat bis zum Finale nach. Die Ausführung fiele mir leichter als dem Russen: die Spannung und Belastung durch die Korridorangst bliebe mir erspart. Ich bräuchte nur die Türklinke des Nachbarzimmers niederzudrücken: dahinter ihr wehes Lächeln. Nein! Das Wissen um Sühne liegt mir schon seit der Kindheit vor jeder Tat im Blut. Außerdem habe ich nie von entsetzlich ... (stark versengt; ich lese: geschundenen) Pferdchen geträumt.

Les bourgeois, c'est comme les cochons singt Jacques Brel, und mir fällt ein, daß ich gestern abend an der Bar eines Schwabinger Jazzkellers stand, das rote Weinglas in der Hand. Ein seiden Krawattierter tönte von Aktiengewinn und gleich darauf von seiner Mutter, der er noch in den penibelsten Situationen kommen könnte, etwa letzte Nacht, als sie die mitgeschleppte Nutte in der Küche überraschte, nackt, beim Futtern ihres geliebten Sauerkrauts,
«hahaha!»
«Nicht so laut, ich muß Sie doch sehr bitten!»
schreit die Wirtin durch die dünne Zwischenwand. Sie ist ausgesprochen abweisend geworden, seit sie Christa und mich stöhnen hört. Vielleicht ist sie auch verärgert, weil ich auf die Schliche ihrer Nazivergangenheit gekommen bin.
«Chopin.»
sagte sie eines Morgens, als wir uns auf der Treppe begegneten.
«Sie haben gestern abend Chopin gehört, nicht wahr! Polonaise, nicht wahr! Tja, Chopin wissen Sie, der ist mit dem Ende des Dritten Reiches für mich gestorben.»
Und tactactac klopft ihr von oben bis unten versilberter Spazierstock stufenhinunter, Restbestand eines einst reichen Hauses, dessen Zimmer sie jetzt an Studenten vermietet. Ich stelle Brel doch lieber etwas leiser.

Ein Glas kalten Nescafés unter dem Strohschirm der Lampe; darüber der blaue Ritt Kaiser Kuang-Wus durch eine Furt. Anders die Rubens-Bilder, die ich eben in der Alten Pinakotek sah. Die kranke, gärende Farbe dieser Frauenkörper, so daß ich mich wehrlos der Vorstellung hingab, sie im Bild zu besitzen und mit Lüstlingsaugen in die nacktesten Szenen einbrach. Unterwegs durch den Englischen Garten stellte ich mir den Maler vor, wie er tagsüber vor den Modellen saß und sie zeichnete und sie erst nachts, wenn er sich im Halbschlaf wälzte, in Farben schuf. Ja, erst nachdem er den Geruch ihrer wirklichen Körper vergessen hatte, war es ihm möglich, in das Geheimnis ihrer Formen einzudringen und sich im Geist fester von ihren samtenen Armen umfangen zu lassen als in Wirklichkeit.

Mein Spiegelbild ekelt mich an. Oder ekelt das Spiegelbild sich etwa vor mir?

Ich schätze die vielgepriesenen Freuden, die die körperliche Liebe schafft, nicht allzu sehr. Die Minuten nach der umschatteten Erregung sind mir lieber, wenn mein Atem das Gesicht der Liebsten streift und ich zu ahnen beginne, daß es eine Schönheit jenseits ihres Körpers gibt, die ich wohl nie erfassen werde. Ihr Gesicht in den Schalen meiner Hände, frage ich mich, was an Leben an sie heranreicht, das sie nicht schon selber ist. Auch ihr leises, fast spöttisches Lachen dringt wie aus der Ferne zu mir, wie aus den dunklen Bereichen des Todes. Der Straßenlärm ist dann ein dicker Junge, der an einem Strick leere Blechdosen hinter sich herzieht.

Dieses Wirtshaus ist wie ein Totenhaus. Totenlämpchen auf jedem Tisch. Sie nennen's Fasching, sie schreien, sie treten maskiert auf, sie lassen ihre Kleider rauschen, sie klatschen einer Sängerin Beifall, die so tut, als wisse sie nichts von ihrem Gesang. Ein Soldat der Bundeswehr wirft sich umständlich den Mantel um, verläßt grußlos und brutalen Gesichts das Lokal. Ein junger Pierrot wankt zur Toilette. In der Eile hat er seine Augen über dem Tisch vergessen. Die starren mich an während seiner Abwesenheit. Wirklich ist nur der Arm des spanischen Fräuleins auf dem Holzbalustrade. Sie gähnt. Sofort dringen vier Matrosen in ihre Mundhöhle ein und lassen die Hosen herunter.

Ich stieg auf einen Stuhl, drückte das Ofenrohr fest ins Kaminloch. Als ich den Arm sinken ließ, erfaßte mich ein Schwindel. Sekundenlang dachte ich an den Tod. Dann kritzelte ich komm auf einen Zettel, ging zu Christas Wohnung, steckte den Zettel in den Schlitz ihres Briefkastens, ging wieder zurück und wartete. Als sie nach zwei Stunden erschien, setzte sie sich wortlos hin, schlürfte die mit Kondensmilch zubereitete Schokolade. Während sie trank, hatte ich Zeit, ihren Mund zu betrachten. Ihre Augen schwammen irgendwo. Dann sprach sie vom Wetter, und gerade das Belanglose daran ließ mich fasziniert auf das Spiel ihrer Hände achten.

Zum Konzert im Saal des Herkulaneums kam sie zu spät. Noch bevor sie aus dem dichten Nebel vor dem Gebäude trat, erkannte ich sie an der glitzernden Schließkette ihres Mantels. Ihre Hand in der meinen, ohne Freundschaft. Wir hasteten die Treppe hinauf, im Sall glomm bereits die Musik, man erlaubte uns nicht, unsere Plätze einzunehmen. Sie entledigte sich ihres Mantels, verschränkte die Arme unter der Brust, lehnte sich an die Marmorwand. Sie trug einen rot und blau gemusterten Rock auf schwarzem Samtgrund, dazu einen schwarzen Pullover. Es dauerte eine Weile, bis Haydns Musik mir die Röte aus dem Gesicht nahm. Ich betrat nicht sofort das Schloß des Grafen Esterhazy, wartete im Hof, hörte die lustigen Hunde bellen. Über die Brücke verließ ein Zigeunerwagen den Besitz, im Graben längs der Straße versank die Sonne in schwarzem Unkraut. Ein Gärtnerauge lugte zwischen Salbei und Timian hervor. Dann rauschte ein goldenes Dienerkleid des Grafen Erscheinung in den Salon, rückte ihm einen Sessel zurecht. Eine unsichtbare Faust stieß Holzscheit um Holzscheit ins Kamingewölbe. Die kleine Schar der Musiker. Sie lichtete sich, je weiter der Abend fortschritt, je tiefer der Graf sich in seinem Sessel vergrub. Am Ende blieb er mit einem Geiger allein. Er bat ihn, näherzutreten. Es war Haydn. Nach dem Konzert begleitete ich Christa wortlos durch den Regen. Erst beim Abschied vor ihrer Haustür lud sie mich ein, zu ihr zu kommen und mich an ihr zu wärmen.

Ich bleibe nachtsüber wach, verlasse erst gegen sechs Uhr das Zimmer. In der Nähe des Reichenbachplatzes sah ich eine Frau, die sich ins Innere eines Volkswagens stehlen wollte. Mit ungeübten Griffen machte sie sich an der rechten Tür zu schaffen, dann, als sie sich von mir beobachtet fühlte, trippelte sie um den Wagen herum, warf verstohlene Blicke in meine Richtung. Schwarzer Mantel, schwarze Tasche. Am Markt roch es nach Fischen, obwohl noch kein Laden geöffnet war. Das Bild ziegelroter italienischer Melonen begleitete mich bis in die Halle des Hauptbahnhofs, wo ich Christa einen belanglosen Brief schrieb. Im Auditorium Maximum verfolgte ich das unerhört anstrengende Spiel zweier Augenpaare. Das Mädchen: die Bucht seines Mundes lag vollendet eingekerbt in der Linie des Profils. Zur Tarnung des Blicks in seine Richtung hob es zeitlupenlangsam die Linke und griff sich mit fünf Fingern ins hochgesteckte Haar. Der junge Mann wagte sie nur anzublicken, wenn es im Vortrag etwas zu lachen gab. Ihre Blicke trafen sich nie.

Wenn die Stadt schläft, wachen. Die Verlassenheit der Plätze. Das Rascheln in einem vom Wind aufgescheuchten Zeitungsblatt. Am Marienplatz preßte ein Betrunkener seinen Mund an den Marmorschenkel einer Säule. Dann fiel er vornüber, lag mit gespreizten Beinen, sein Kopf ein verlorener Gegenstand. Ich sah, wie ein Straßenkehrer mißmutig einen Bogen um ihn schlug, den gehäuften Dreck fluchend in seinen Karren kippte. Dann verschwand er im Dunkel einer Nebenstraße, während ich, wie aus dem Innern eines Schachts, noch lange seine Besenstriche hörte. Ich verschlief den Nachmittag; ging erst am Abend zu Christa. Es schien mir, als betrachte sie mich mit unverhohlener Abneigung. Das kalte Licht in ihren Augen wich auch nicht, als wir unter Menschen waren. In einer Konditorei löste sich der Druck, und sie begann mit tränenerstickter Stimme von der Hoffnungslosigkeit ihres Studiums zu sprechen.

Die Nachtwachen lasten. Die erloschene Pfeife. Und kein Geld, um Tabak zu kaufen. Im Radio die schöne, bettwarme Frauenstimme zum Sendeschluß. In eine Decke gehüllt, lese ich Marx, Dostojewski, Pascal, höre jedem von ihnen so lange zu, bis seine Stimme undeutlich wird. Kurz vor 4 Uhr kam mir folgender Romaneinfall: Im Juli des Jahres 1961 fährt ein junger Mann mit dem Zug nach Rom. Er will den Papst zum Selbstmord bewegen, will ihn davon überzeugen, daß jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, der Zwangsmoral und der seit Jahrhunderten daraus folgenden geistigen und fisischen Unterdrückung ein Ende zu setzen. Er denkt in keinem Augenblick daran, den Papst zu ermorden. Er will ihm den Glanz einer Tat vor Augen halten, die einen Teil der Menschheit auf einen Schlag von der Seuche des Katolizismus befreien würde.






Rolph Ketter
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