Marieluise Fleisser & Alexander Weicker

GAST MANNES
MARIELUISE FLEIßER
& ALEXANDER WEICKER
"Ich bin stolz auf ihn,
solange ich lebe"

144 Seiten - ISBN 3-88865-160-3
Editions Phi & Centre National de Littérature
15 EURO
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Über dieses Buch:
In der Rezeption der frühen Fleißer-Erzählungen ist während der letzten zwanzig Jahre der Name Alexander Weicker zu einer festen Größe geworden. Im folgenden sollen zuerst die realen Hintergründe dieser Beziehung beleuchtet werden. Die in den frühen Prosatexten literarisch fixierte Darstellung der männlichen und der weiblichen Hauptfiguren dieses Verhältnisses läßt dann Marieluise Fleißer selbst zu Wort kommen. Aus dieser fiktionalen Darstellung ergibt sich ein Rollenmuster, das dem weiblichen Part die Rolle des Opfers, dem männlichen die Rolle des Täters zuerkennt. Die kritische Beleuchtung dieses Handlungs- und Interpretationsmusters zeigt seine Grenzen auf. Aufgebrochen wird diese Struktur anhand der frühen Fleißer-Texte, in denen die männliche Figur alleinbestimmend in den Vordergrund tritt. Die Opfer-Täter-Struktur tritt somit in den Hintergrund und macht einer eindimensionalen Darstellung Platz, in der die Hauptfigur fiktional übersteigert wird. Diese Stilisierung führt auf die Spuren einer bislang übersehenen Intertextualität. Marieluise Fleißer und Jappes/Weicker werden sich gegenseitig Material zur dichterischen Umwandlung, wobei Weicker für Marieluise Fleißer in die Nähe eines Mythos gerät, dessen Verwirklichung sie sich letztlich verwehrt, dem sie jedoch in brüderlichem Verständnis verhaftet bleibt.
Zum Autor:
Studium der Germanistik und Romanistik, Promotion in Linguistik (Université Paul-Valéry/Montpellier); Professor für Deutsch am Lycée Michel-Rodange, Luxemburg; Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Luxemburger Literaturarchivs (Centre national de littérature, Mersch); Veröffentlichungen zur Literatur- und Sozialgeschichte Luxemburgs, besonders im Verhältnis zu seinen europäischen Nachbarn.
INHALTSVERZEICHNIS
Alexander Weicker
Ein Student in München oder München eilte
Ein Journalist und seine literarisch herumhantierende
Mitarbeiterin
Der erste Mann
Pariser Briefe oder "Während Jappes an Lu dachte und
Ihr also schrieb..."
"... weil du diesen Menschen schleppen mußt, den ich aus dir gemacht..."
"Lu, kleine gute Schwester..."
"Der Herr Feuchtwanger"
"Etwas zwischen Männern und Frauen"
Kameraden
Der Apfel
Die arme Lovise (Moritat vom Institutsfräulein)
Ein Pfund Orangen
Die Ziege
Die List
"Da waren wir miteinander ein Wesen aus Leiden und Tun,
und Tun war seines und Leiden war meines"
Das Opfer
Der Täter
Realität und Fiktion
Das Buch, das nicht ging
"Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung"
Intertextualität oder Vom Aufschneiden von Büchern
Ueber Jappes
Herr Wenninger = Herr Weicker
Mein Ludwig = Herr Wenninger
"Ich bin stolz auf ihn, solange ich lebe"
Der verschollene Verbrecher
Schwabing
Bruder Genet und Bruder Weicker
Anmerkungen
Auswahlbibliographie
Abbildungsverzeichnis
HOW TO ORDER
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