DESMOND EGAN



BIOGRAPHY

    Born in Athlone. Educated in Irish midlands; M.A. in University College, Dublin; has taught English in Newbridge College, Co Kildare; presently a full-time writer, living near Newbridge.
    Published to date twelve collections of poems.


    PARU AUX EDITIONS PHI

    Irish Poems, poèmes 1997
    en anglais avec traduction allemande de Georges Hausemer
    avec 8 sérigraphies de Robert Brandy 100 exemplaires imprimés à la main



QUELQUES POEMES DE IRISH POEMS


    FOR A DEAD CHILD (To the memory of Eimear Cullen)

    I

    your memorial card on my desk
    whispers to us sad adults its own
    child's secret

    the field where you kneel
    in a flowery dress is crowded with
    watching poppies

    and it seems in a way little girl that
    you and they are the world's unnoticed beauty
    and all that you are
    plays in the crimson bloom for which you reach
    in the space about the few
    human years
    your head disturbs
    the dark mysterious woods

    I can see your parents in your face


    X

    and since the spirit alone is real
    we shall all meet again in
    some other Monasterevin

    summer will be rising along the Barrow
    with trees and high fields
    poppies a lark's song climbing

    and you in your favourite dress
    slides and butterfly ribbons in your
    long shiny hair

    and your smile will explain to us
    the meaning of the whole universe




    * * *


    A SONG FOR MY FATHER

    I

    I chanced on a photo

    my father in shirtsleeves
    standing by the greenhouse

    on so relaxed a summer's day
    no one bothered to pose
    least of all the dandelions

    and my mother saying something to Kate
    who wonders with the yellow roses

    the privet hedge we cut down since looks lovely
    a doll lies forever in the sun

    and I can almost smell the dinner
    see our folding chairs and table the
    other side of my camera

    the red serviettes blowing


    XV

    couple of weekends afterwards I
    made that heart-sinking turn again

    and up the drive to the entrance
    which felt different already without my mother's
    yellow rusty Toyota in place

    climbed the questioning staircase stepped
    down that landing of unhealthy light
    into the corridor the bittersweet
    gripping my bagful of thanks

    beside the Unit our room lay open
    empty as the wardrobe

    I looked out its window at the fields
    the cattle indifferent as before
    the cloud houses where other lives were lived
    a familiar knifeblade of lake
    and the end of the daffodils beside
    the road to the world

    everything
    pretending to be




    * * *


    PEACE (For Seán MacBride)

    just to go for a walk out the road
    just that
    under the deep trees
    which whisper of peace

    to break the bread of words
    with someone passing
    just that
    four of us round a pram
    and baby fingers asleep

    just to join the harmony
    the fields the blue everyday hills
    the puddles of daylight and

    you might hear a pheasant
    echo through the woods
    or plover may waver by
    as the evening poises with a blackbird
    on its table of hedge
    just that
    and here and there a gate
    a bungalow's bright window
    the smell of woodsmoke of lives
    just that!

    but Sweet Christ that
    is more than most of mankind can afford
    with the globe still plaited in its own
    crown of thorns

    too many starving eyes
    too many ancient children
    squatting among flies
    too many stockpiles of fear
    too many dog jails too many generals
    too many under torture by the impotent
    screaming into the air we breathe

    too many dreams stuck in money jams
    too many mountains of butter selfishness
    too many poor drowning in the streets
    too many shantytowns on the outskirts of life

    too many of us not sure what we want
    so that we try to feed a habit for everything
    until the ego puppets the militaries

    mirror our own warring face

    too little peace




    * * *


    FÜR EIN TOTES KIND
    (In Erinnerung an Eimear Cullen)


    I

    dein Totenbild auf meinem Schreibtisch
    flüstert uns traurigen Erwachsenen sein eigenes
    Kindergeheimnis zu

    das Feld auf dem du kniest
    in einem geblümten Kleid steht voller
    schauendem Mohn

    und in gewisser Weise kleines Mädchen sieht es aus als
    wärt ihr du und der Mohn der Welt unbemerkte Schönheit
    und alles was du bist
    würde in den karmesinroten Blüten spielen nach denen du
    im Raum über den wenigen
    Menschenjahren langst

    dein Kopf irritiert
    die dunklen geheimnisvollen Wälder

    ich kann deine Eltern in deinem Gesicht sehen


    X

    und weil allein der Geist wirklich ist
    werden wir uns in irgendeinem anderen
    Monasterevin wiedersehen

    Sommer wird es werden entlang des Barrows
    mit Bäumen und hohen Feldern
    Mohn ansteigendem Lerchengesang

    und du in deinem Lieblingskleid
    Rutschen und grelle Bänder in deinem
    langen glänzenden Haar

    und dein Lächeln wird uns
    das ganze Universum erklären




    * * *


    EIN LIED FÜR MEINEN VATER

    I

    auf einem Foto entdeckte ich

    meinen Vater hemdsärmelig
    neben dem Gewächshaus stehen

    an einem solch heiteren Sommertag
    daß niemand dagegen war zu posieren
    am allerwenigsten der Löwenzahn

    und meine Mutter sagt etwas zu Kate
    die sich über die gelben Rosen wundert

    die Privathecke die wir damals schnitten sieht schön aus
    eine Puppe liegt für immer in der Sonne

    und ich kann fast das Essen riechen
    unsere Klappstühle und den Tisch auf der
    anderen Seite meines Fotoapparats sehen

    die aufgeblähten roten Servietten

    XV

    einige Wochenenden später machte
    ich diese betrübliche Fahrt erneut

    und die Straße hinauf zum Eingang
    der bereits anders war ohne den gelben rostigen
    Toyota meiner Mutter an seinem Platz

    stieg die fragwürdige Treppe hoch trat
    über jenen Treppenabsatz im ungesunden Licht
    in den Flur den süßsaueren
    mich an einer Tasche voller Dankbarkeit festhaltend

    neben dem Anbaumöbel unser Zimmer offen
    leer wie der Kleiderschrank

    ich schaute durch das Fenster auf die Felder hinaus
    das Vieh gleichgültig wie immer
    die Wolke wohnt wo andere Leben gelebt wurden
    eine vertraute Messerklinge aus roter Pigmentfarbe
    und das Ende der gelben Narzissen neben
    der Straße zur Welt

    alles
    gab vor zu existieren




    * * *


    FRIEDE
    (Für Seán MacBride)


    nur für einen Spaziergang jenseits der Straße
    nur das
    unter den tiefen Bäumen
    die vom Frieden flüstern

    das Brot der Worte brechen
    mit einem Passanten
    nur das
    vier von uns um einen Kinderwagen
    und schlafenden Babyfingern

    nur um sich der Harmonie anzuschließen
    den Feldern den blauen Alltagshügeln
    den Pfützen des Tageslichts und

    du magst das Echo eines Fasans
    im Wald hören
    oder ein Kiebitz mag vorbeiflattern
    wenn der Abend mit einer Amsel auf seinem Tisch
    der Hecke heranschwebt
    nur das
    und da und dort eine Pforte
    das erleuchtete Fenster eines Bungalows
    der Geruch von brennendem Holz von Leben
    nur das!

    doch du lieber Gott das
    ist mehr als die meisten Menschen sich leisten können
    mit der Erdkugel nach wie vor in ihre eigene
    Dornenkrone geflochten

    zu viele hungernde Augen
    zu viele greise Kinder
    die zwischen Fliegen kauern
    zu viele Vorräte an Angst
    zu viele Hundegefängnisse zu viele Generäle
    zu viele gefolterte Schwache
    die in die Luft schreien die wir atmen
    zu viele Träume die in Geldsorgen ersticken
    zu viele Butterberge aus Selbstsucht
    zu viele Arme die in den Straßen ertrinken
    zu viele Elendsviertel in den Außenbezirken des Lebens

    zu viele von uns die nicht sicher sind was sie wollen
    so daß wir versuchen alles zu erreichen
    bis die Egopuppen die Militärs
    unser eigenes Kriegsgesicht widerspiegeln

    zu wenig Friede







Irish poems - Collection 26 x 35, Editions Phi
traduit de l'anglais par Georges Hausemer
sérigraphies de Robert Brandy
100 exemplaires, 240 EURO

comment commander






Official Desmond Egan homepage

Desmond Egans' page at the Hopkins Society, Ireland







poésie / sommaire * poètes * graphiti / poésie

HOME PAGE EDITIONS PHI